Kometen: Heißes Wasser in kalten Kometen
Einer internationalen Forschergruppe ist es jetzt gelungen, die Entstehung von Wassermolekülen im Detail zu entschlüsseln. Dabei stellten sie zu ihrer Überraschung fest, dass die Wassermoleküle in den ultrakalten Kometen als 60.000 Grad heiße Teilchen entstehen. Für ihre Forschung nutzten die Physiker jedoch kein Teleskop, sondern einen Teilchenbeschleuniger. (6. September 2010)
Erde: Rasante Umpolung des Erdmagnetfelds?
Wissenschaftler glauben durch die Untersuchung von Lavaströmen im US-Bundesstaat Nevada Hinweise dafür entdeckt zu haben, dass sich das Magnetfeld der Erde vor rund 16 Millionen Jahren innerhalb von weniger als vier Jahren umgepolt hat. Eigentlich nimmt man an, dass dieser Prozess mehrere Tausend Jahre dauert. (6. September 2010)
Asteroiden: Wann sich Asteroiden-Paare trennen
Asteroiden sind oft alles andere als feste Felsblöcke, sondern ähneln eher locker gepackten Schutthalden. Durch zu schnelle Rotation können daher Asteroiden-Paare entstehen, die unter bestimmten Bedingungen später auch getrennte Wege gehen. Wann genau es dazu kommt, zeigten nun Beobachtungen von 35 Asteroidenpaaren. (30. August 2010)
Mars Express: Rätselhafte Struktur zwischen Marsvulkanen
Ein neues, jetzt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt veröffentlichtes Bild der europäischen Marssonde Mars Express zeigt mit Orcus Patera eine rätselhafte Struktur, die zwischen den gewaltigen Marsvulkanen Olympus Mons und Elysium Mons liegt. Ihre Entstehung ist bislang nicht geklärt, es gibt aber mehrere Theorien. (30. August 2010)
Radioastronomie: Planetenwiegen mit Pulsaren
Ein internationales Forschungsteam hat eine neue Methode entwickelt, um Planeten im Sonnensystem zu wiegen und ihre Masse über die Auswertung der Radiosignale von Pulsaren zu bestimmen. Mit Hilfe der Radiobeobachtungen von insgesamt vier Pulsaren haben die Forscher die Massen der Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn inklusive ihrer Monde und Ringsysteme bestimmt - mit bemerkenswerter Genauigkeit. (23. August 2010)
Solar Dynamics Observatory: Die Sonne ist erwacht
Am Sonntag beobachteten Astronomen eine gewaltige Eruption auf der Sonnenoberfläche. Nach einer langen Ruhezeit dürfte unser Zentralgestirn somit wieder erwacht sein. Durch die Eruption wurden Partikel direkt Richtung Erde geschleudert. Sie könnten in der kommenden Nacht für spektakuläre Polarlichter sorgen. (3. August 2010)
Erde: Keine Zweifel an polarer Ozonchemie
Karlsruher Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, aus gemessenen Infrarotspektren die Chlorverbindung ClOOCl zu bestimmen, der eine Schlüsselrolle bei der stratosphärischen Ozonzerstörung zufällt. Die Messungen widerlegen deutlich die aufgrund von Labormessungen geäußerten Zweifel amerikanischer Wissenschaftler an den etablierten Modellen der polaren Ozonchemie. (24. Juli 2010)
Mars: Flüssige Salzlösungen auf dem Mars?
Könnte es auf dem Mars Salzlösungen geben, die auch bei sehr tiefen Temperaturen noch flüssig bleiben und die vielleicht sogar die Rolle übernehmen, die reines Wasser auf der Erde spielt? Erste vielversprechende Ergebnisse entsprechender Untersuchungen, die durch Resultate des NASA-Marslander Phoenix angeregt wurden, stellten Wissenschaftler nun auf der Konferenz COSPAR in Bremen vor. (23. Juli 2010)
Neptun: Kometeneinschlag vor rund 200 Jahren?
Mit Hilfe des europäischen Infrarot-Weltraumteleskops Herschel haben Astronomen jetzt Indizien dafür gefunden, dass vor einigen Hundert Jahren ein Komet auf Neptun eingeschlagen ist. Sie schließen dies aus der ungewöhnlichen Verteilung von Kohlenmonoxid auf dem äußersten Planeten unseres Sonnensystems. (19. Juli 2010)
Mond: 3,8 Milliarden Jahre altes Graphit entdeckt
Durch eine neue Analyse von Bodenproben vom Mond gelang es jetzt darin 3,8 Milliarden Jahre alten Kohlenstoff in Form von Graphit nachzuweisen, der vermutlich während einer Phase mit zahlreichen Meteoriteneinschlägen entstanden ist. Bislang war man davon ausgegangen, dass der Kohlenstoff auf der Mondoberfläche durch den Sonnenwind dorthin gelangt ist. (12. Juli 2010)
Rosetta: Kometensonde vor Asteroidenbegegnung
Auf eine besondere Begegnung steuert die Raumsonde Rosetta am kommenden Samstag zu: Gegen 18 Uhr wird die ESA-Sonde in einem Abstand von nur rund 3.000 Kilometer am Asteroiden Lutetia vorbeifliegen. Mit einem Durchmesser von etwa 100 Kilometern ist Lutetia der größte Asteroid, den je eine Weltraummission besucht hat. Die Vorbereitungen für den Vorüberflug laufen bereits auf Hochtouren. (7. Juli 2010)
Mars: Wasser gab es früher überall
Bedingungen, die deutlich lebensfreundlicher sind als die, die man heute auf dem Mars antreffen kann, könnten früher auf dem gesamten roten Planeten geherrscht haben. Im Inneren von Kratern auf der Nordhalbkugel des Mars entdeckte man nämlich Mineralien, die darauf hindeuten, dass es auch hier einmal flüssiges Wasser gegeben haben muss. (1. Juli 2010)
Mars Express: Ungewöhnliche Strukturen am Magelhaens-Krater
Ein neues, jetzt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt veröffentlichtes Bild der europäischen Marssonde Mars Express zeigt die Umgebung des etwa hundert Kilometer großen Einschlagkrater Magelhaens. An dessen Südrand sind ungewöhnliche Strukturen zu erkennen, deren Entstehungsprozess nicht vollständig geklärt ist. (29. Juni 2010)
Mars: Schüler entdecken neues Loch auf dem Mars
Eigentlich waren die 16 Schüler der kalifornischen Evergreen Middle School dabei, Lavaröhren auf dem Mars genauer zu untersuchen. Dabei stießen sie jedoch überraschend auf ein weiteres jener dunklen Löcher, die schon 2007 die Öffentlichkeit fasziniert hatten. Vermutlich ist es durch den Einbruch der Decke einer darunter liegenden Lavaröhre entstanden. (23. Juni 2010)
Einschlagkrater: Drei Jubiläen im Nördlinger Ries
Wer nach Beweisen dafür sucht, dass die Erde noch vor nicht allzu langer Zeit von einem großen Asteroiden getroffen wurde, der sollte sich einmal im Nördlinger Ries umsehen. Der genaue Ursprung dieses Kraters ist allerdings erst seit 50 Jahren bekannt. Dieses und noch zwei andere Jubiläen begeht das Museum für Naturkunde in Berlin mit einem internationalen Workshop. (22. Juni 2010)